Janina (29)

hat Kommunikationswissenschaft in Stuttgart studiert. Sie arbeitet seit 2015 bei der Perspektive Hausarzt Baden-Württemberg und ist vor allem für die vielen Bilder und Videos auf unserer Website und auf unseren Social Media-Kanälen verantwortlich. Sie betreut verschiedene Projekte und begleitet unsere Veranstaltungen. Janinas bester Freund ist unsere digitale Spiegelreflexkamera.

Was ist der richtige Facharzt für mich?

Junge Ärztin am Ende ihres Medizinstudiums Wer nach sechs langen Jahren endlich mit dem Medizinstudium fertig ist, steht vor einer der wichtigsten Entscheidungen seines Lebens: Welche Facharztrichtung soll es werden? Ganz egal ob Chirurgie, Radiologie oder Allgemeinmedizin – es ist wichtig, dass du das Fachgebiet wählst, mit dem du dich am Besten identifizieren kannst und das am besten zu deinen Vorstellungen vom Leben und Arbeiten passt. Hand aufs Herz: Was erwartest du eigentlich von deinem späteren Berufsleben? Klinik und Praxis Es gibt Fachgebiete, die am Krankenhaus beheimatet sind und Fachgebiete, die Aufgaben in der ambulanten Patientenversorgung übernehmen. Gefällt dir die Arbeit in der Klinik oder möchtest du die Möglichkeit haben, früher oder später in einer Praxis zu arbeiten? Die Arbeit in der stationären Versorgung bietet dir vor allem Sicherheit. Du arbeitest als angestellter Arzt und beziehst ein festes, tarifvertraglich geregeltes Gehalt. Auf der anderen Seite arbeitest du im Schichtdienst, an Wochenenden, in der Nacht und bist von den Entscheidungen deiner Chef- und Oberärzte abhängig. Wem Flexibilität und Mitspracherechte wichtig sind, für den ist die Niederlassung interessant. Übrigens: Niederlassung bedeutet nicht gleich Selbstständigkeit. Die meisten Berufsanfänger arbeiten als angestellte Ärzte in einer Praxis und beziehen wie in der Klinik ein festes Gehalt. Ihre Arbeitszeiten bestimmen die ambulant tätigen Ärzte einfach selbst. Dadurch ist es wesentlich einfacher, Arbeit, Privatleben und Familienplanung zu vereinbaren. Wer eine eigene Praxis eröffnet, ist sogar sein eigener Chef und kann alleine entscheiden, wie er seine Praxis managen, sein Team führen und seine Patienten behandeln möchte. Interessant für Teamplayer: Niederlassung bedeutet nicht, dass man alleine ganz vor sich hin arbeitet – nur wenn man möchte. Viele Praxen sind Gemeinschaftspraxen oder Praxisgemeinschaften, in der mehrere Ärzte im Team arbeiten, mehr Patienten behandeln und sich das finanzielle Risiko der Existenzgründung teilen. Jobperspektiven Wenn du lieber in der ambulanten als in der stationären Versorgung arbeiten möchtest, musst du dich für eine der Facharztrichtungen entscheiden, die sich niederlassen können, zum Beispiel Orthopäden, Gynäkologen, Kinderärzte, Augenärzte oder Allgemeinmediziner. In der Hausarztmedizin sind die Jobperspektiven im Moment besonders gut, weil Hausärzte in ganz Deutschland Mangelware sind. Das bedeutet, dass du dich im Moment so ziemlich überall niederlassen kannst, wo du möchtest. Ansonsten bist du abhängig von der Planung der Kassenärztlichen Vereinigungen. Auch über dein Gehalt musst du dir als Hausarzt keine Sorgen machen: In Baden-Württemberg kannst du als selbstständiger Hausarzt durch die besonderen Verträge zur Hausarztzentrierten Versorgung und die aktuelle Versorgungslage durchaus einen Gewinn von 200.000 Euro vor Steuern erzielen. Patientennähe Bei der Entscheidung für oder gegen eine Facharztrichtung ist auch wichtig, wie nah du am Patienten arbeiten möchtest und wie dein Arbeitsalltag mit ihnen aussehen soll. Wenn dir eine persönliche Arzt-Patienten-Beziehung, ein breites medizinisches Spektrum und viele verschiedene Krankheitsbilder wichtig sind, dann ist die Allgemeinmedizin natürlich die optimale Lösung. Als Hausarzt bist du der erste Ansprechpartner bei allen medizinischen Problemen und hast eine starke Bindung zu deinen Patienten. Schließlich behandelst du nicht nur ihre Symptome, sondern sie als ganzen Menschen in ihren verschiedenen Lebensumfeldern. Oft betreust du sogar ganze Familie. Bildlich gesprochen: Jeder Tag ist wie eine "Pralinenschachtel" und du weißt nie, wer oder was dir als nächstes in deiner Sprechstunde begegnet. Wenn du eine Facharztrichtung suchst, die dir viel Abwechslung und Gestaltungsspielraum bieten soll, dann ist die Allgemeinmedizin eine weise Entscheidung.  
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2380-Euro-fürs-PJ-Allgemeinmedizin Sein Praktisches Jahr (PJ) in einer Hausarztpraxis zu absolvieren, ist oft nicht nur mit mehr Zeitaufwand verbunden, sondern kostet auch jede Menge Geld für Fahrkarten, Benzin oder eine vorübergehenden Bleibe! Was am Ende bleibt: viele wichtige Erfahrungen fürs spätere Berufsleben und ein immenser fachlicher Input! Damit ihre diese tolle Chance trotz materieller Hürden auch nutzen können,  greift die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) allen Studierenden im PJ Allgemeinmedizin ab sofort mit 595 Euro im Monat unter die Arme.
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