Laura (23)

studiert Medizin in Kiel und hat bereits ihr Blockpraktikum und ihre Famulatur absolviert. Für sie steht fest: Ich werde Landärztin! Für die Allgemeinmmedizin sprechen aus Lauras Sicht 1000 Gründe, vor allem aber fasziniert es sie, so viele verschiedene Patienten mit so vielen verschiedenen Krankheiten zu behandeln.

Winterschool Allgemeinmedizin 2018

Das verschneite Hinterzarten Wenn man vom platten Land kommt und der höchste "Berg", den man kennt, der acht Meter hohe Deich vor der Nordsee ist, ist die Ankunft im verschneiten Hinterzarten ziemlich beeindruckend. Spätestens nach der Begrüßung im Hotel mit hausgemachten Käsespätzle konnte man gar nicht anders, als sich im Schwarzwald willkommen zu fühlen. Schon am ersten Abend es für uns ans Eingemachte: Was ist eigentlich das Besondere an der Allgemeinmedizin? Jeder von uns 23 Studierenden hatte dazu schon eine Antwort im Kopf – sie sollte uns die nächsten Tage begleiten. Übung macht den Meister Das Programm der Winterschool 2018 war breit gefächert. Die fachlichen Themen reichten weit über das hinaus, was man von der Uni kennt. Reine Theorie und Frontalunterricht? Von wegen! Wir hatten keine Zeit im Unterricht zu schlafen und waren an konkreten Beispielen ständig selbst gefordert. 20 Blickdiagnosen in zehn Minuten, das stolpernde Herz, die Patientin mit akuter Luftnot - was tun? Dass wir alle unterschiedlich weit in unserem Wissen waren, stellte absolut kein Problem dar. Ganz im Gegenteil. Es hat uns geholfen, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und war letztlich eine Bereicherung für alle. Am Samstag wurde es im SkillsLab der Uni Freiburg dann noch mal richtig praktisch: Neben EKG und Sonographie haben wir uns den Grundlagen der gynäkologischen Untersuchungen gewidmet. Mehr als "nur" Medizin Das war aber lange noch nicht alles! Uns interessierten natürlich nicht nur die medizinischen Fakten. Im Seminar zur Gesprächsführung trainierten wir unsere Soft-Skills. Licht ins Dunkle brachte die Winterschool auch bei allen Themen, die für uns nach dem Studium eine entscheidende Rolle spielen werden: Wie ist die Weiterbildung Allgemeinmedizin aufgebaut und wie sieht es mit Zusatzqualifikationen aus? Was, wenn ich mich niederlassen möchte? Wie werde ich in meiner eigenen Praxis dem Job als Arzt und Unternehmer gerecht? Welche nicht-medizinisch Aufgaben kommen auf mich zu? Und wo bekomme ich überhaupt eine Praxis her? In Workshops zum Thema Niederlassung lernten wir zum Beispiel, wie man eine Abrechnung macht oder welche Lebensentwürfe sich als Hausarzt verwirklichen lassen. In der großen Podiumdiskussion stellten sich uns verschiedene Hausärztinnen und Hausärzte mit ganz unterschiedlichen Vorstellungen vom Leben und Arbeiten dann persönlich vor und erzählten in kleiner Runde beim Abendessen ihre Geschichten. Willkommen im Winterwonderland Klingt nach einem vollen Programm? Wir hatten noch Zeit übrig - und die nutzten wir! Am Donnerstagabend machten wir eine Fackelwanderung zur Skischanze hoch über den Dächern von Hinterzarten, wo uns der Feldberggeist begegnete - der übrigens ziemlich gut schmeckt. Am Samstag war Skifahren angesagt und aus Hausärzten wurden Skilehrer. Mit einer Wahnsinnsgeduld versuchten sie uns an die Langlaufskier zu gewöhnen, bis wir am Ende sogar einen Ausflug machen konnten. Kaum zu glauben, wie anstrengend das ist! Bei anderen sieht es so entspannt aus. Vielleicht denkt ihr euch jetzt, dass wir abends immer tot ins Bett gefallen sind. Leider falsch, schließlich ist man nicht alle Tage mit 23 Kommilitonen im Schwarzwald. Viel Schlaf hat keiner von uns bekommen. Geschuldet war das nicht zuletzt der lockeren und offenen Atmosphäre, der liebevollen Organisation und den engagierten Allgemeinmedizinern. Mit Leib und Seele Am Schönsten war es zu sehen, wie viel Freude unseren Dozentinnen und Dozenten die Lehre gemacht hat und mit wie viel Leidenschaft sie "ihr Fach" vermitteln. Was ist denn jetzt aber eigentlich das Besondere an der Allgemeinmedizin? Sie ist vor allem eins: vielfältig, individuell und flexibel. Sie lässt sich auf jeden Lebensabschnitt, jede berufliche Situation und jeden Charaktertyp zuschneiden. Niemand musste sich auf der Winterschool rechtfertigen, warum er oder sie sich vorstellen kann, Hausarzt zu werden. Allgemeinmedizin ist bunt und eben gerade das ist das Einzigartige – einfach ein Fach mit Herz!
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Vom Glück Medizin zu studieren

Vom-Glueck-Medizin-zu-studieren Wenn ich mir rückblickend die letzten Semester meines Studiums anschaue, bin ich eigentlich ganz zufrieden mit der Wahl meines Studienfachs. Klar gibt es Vorlesungen, in denen ich fast einschlafe, weil sie so langweilig sind und vor jeder Klausurenwoche möchte ich am liebsten alles hinschmeißen und lieber BWL, Sport oder Soziale Arbeit studieren. Doch die Liste der Gründe, warum man auch langatmige Prüfungen, anspruchsvolle Klausurwochen, „duftende“ Präpariersäle oder ein Jahr Uni mehr als jeder andere Student auf sich nimmt, ist lang.
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Wenn die Klausuren rufen…

Wenn-die-Klausuren-rufen Wie schnell doch ein Semester vergeht! Auf einmal stehen schon wieder die Klausuren vor der Tür! Die Lernzeit wird knapp und wie jedes Mal hat man in den letzten Tagen noch einen ganzen Berg von Lernskripten zu bewältigen....
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So nicht, liebe Professoren!

So-liebe-Professoren Als vielbeschäftigter Student hat man mit der Zeit so seine Tricks, wie man möglichst zeiteffizient den Alltag meistert. Kaffeekochen ist auf Bestzeit optimiert und der Schleichweg zur Uni ist durch eine weitere Abkürzung perfektioniert. Nachrichten lese ich in einer App, die mir das Tagesgeschehen schon mal vorfiltert. Als ich letzten Mittwoch vor der statistischen Beratung die Wartezeit genutzt habe, um die Schlagzeilen zu scannen, ist mir ein Artikel im Spiegel ins Auge gesprungen: "Ihr Studenten nervt!“ So direkt war mir jetzt noch nicht aufgefallen, dass ich nerve. Also musste ich den Artikel lesen und was ich da gelesen habe, hat mich ganz schön wütend gemacht...
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Vorbilder

Vorbilder Vor ein paar Wochen saß ich in einem Vortrag über, ich glaube, Polypharmazie. Auch wenn mir Thema und Dozent (Ich meine, er war Allgemeinmediziner.) gerade nicht mehr ganz präsent sind, ist mir ein Satz in Erinnerung geblieben: "Ich habe Studenten nach ihren Vorbildern gefragt. Es kamen nur Beispiele, wie sie einmal NICHT werden wollen.“ Mir kommt diese Äußerung ziemlich suspekt vor. Entweder hat er die falschen Studenten gefragt oder irgendwas stimmt mit mir nicht. Ich habe sehr wohl Vorbilder! Klar kenne ich auch Ärzte, die für mich eher Negativbeispiele sind, aber ich hatte in dieser Sekunde sofort dutzende Menschen vor meinem Auge, die definitiv vorbildlich sind.
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Mission impossible!

Mission-impossible Ich studiere nicht in der Nähe meines Heimatortes und deshalb packt mich schon immer Wochen bevor es mal wieder nach Hause geht die Vorfreude, endlich meine Familie und Freunde wiederzusehen! Viele meiner Verabredungen plane ich von langer Hand und die Auszeit zu Hause ist für mich immer etwas ganz Besonderes! Meistens fahre ich mit dem Zug. Fünf Stunden Fahrzeit, die effektiv genutzt werden könn(t)en ...
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Landärztin aus Leidenschaft!

Landaerztin-aus-Leidenschaft Hallo, mein Name ist Laura und ich werde Landärztin. Ja, ihr habt schon richtig gehört! Ich nehme den ganzen Stress auf mich, lerne Mikrobiologie- und Pharmakologiebücher auswendig, quäle mich zu Biochemie- und Humangenetikseminaren, um später Facharztärztin für Allgemeinmedizin zu werden und mich auf dem Land niederzulassen. Für viele meiner Mitmenschen ist das vollkommen unverständlich – für mich steht es fest, seit ich angefangen habe, Medizin zu studieren. Und wisst ihr was? Es ist dieses Ziel, das mir immer wieder die Kraft gibt, nicht aufzugeben und weiterzumachen!
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