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ICD-Schlüssel

Wie erfasse ich kurz und einheitlich, zu welcher Diagnose ich gekommen bin?

Die Abkürzung „ICD“ steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems“ oder übersetzt „Internationale Klassifikation der Krankheiten“. Sie wurde durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erarbeitet, um Diagnosen zu verschlüsseln. Der ICD Schlüssel wird verwendet, um die Diagnose für die Abrechnungen an die Krankenkassen zu übermitteln. Darüber hinaus kommt er auf verschiedenen Formularen (wie z.B. der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) zum Einsatz.

Der ICD-Schlüssel liegt mittlerweile in der zehnten Version (ICD-10) vor und wurde 1990 verabschiedet. Eingeführt wurde das ICD-System ursprünglich schon 1893, um die Auswertung von Statistiken zu Todesursachen zu vereinfachen. Der ICD-10-Schlüssel ordnet jeder Diagnose einen bis zu fünfstelligen Code zu. Er setzt sich aus einem Buchstaben und vier Zahlen zusammen. Die vier Zahlen sind durch einen Punkt in der Mitte der Zahlenreihe voneinander getrennt. Der Buchstabe und die ersten zwei Zahlen geben die Diagnose an, mithilfe der dritten und vierten Zahl kann man seine Diagnose verfeinern und das Ausmaß der Krankheit bestimmen (beispielsweise akut oder chronisch). So stehen die Codes J00 bis J06 z.B. für alle akuten Infektionen der oberen Atemwege.