Betriebswirtschaftslehre _Mediziner_Regelleistungsvolumina_Praxisbudget

Regelleistungsvolumina

Wie viele Leistungen kann ich als Arzt überhaupt abrechnen?

Die sogenannten Regelleistungsvolumina (RVL) legen fest, wie viele Leistungen der Vertragsarzt bei gesetzlich versicherten Patienten abrechnen kann. Regelleistungsvolumen werden deshalb oft auch als „Praxisbuget“ bezeichnet. Erbringt ein Arzt mehr Leistungen als eigentlich vorgesehen, werden ihm diese nicht mehr mit dem vollen Betrag vergütet, sondern nur noch anteilig und ab einer bestimmten Grenze überhaupt nicht mehr bezahlt. Ausnahmen von dieser Vergütungsregel werden aber z.B. gemacht, wenn die Anzahl der gesetzlich versicherten Patienten außergewöhnlich stark angestiegen ist oder der Arzt in einer Region arbeitet, die als unterversorgt gilt.

Ziel von Regelleistungsvolumina ist es, die Ausgaben für medizinische Leistungen zu kontrollieren und den Praxen Planungssicherheit zu geben. Die Anzahl der Leistungen, die maximal abgerechnet werden kann, wird je nach Arztgruppe und Versorgungsgrad der Region mit Medizinern unterschiedlich hoch angesetzt. Es muss aber immer gewährleistet sein, dass die Versicherten ausreichend versorgt sind. Außerdem sind die Summe der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung, die Zahl und der Tätigkeitsumfang der Vertragsärzte, die Zahl der Versicherten, ihre Morbiditätsstruktur und Praxisbesonderheiten (Patientenkreis, Praxislage oder Behandlungsmethoden) zu berücksichtigen. Die Regelleistungsvolumina werden für jedes Quartal neu berechnet und deshalb auch praxisindividuelle Fallzahlen des Vorjahresquartals berücksichtig. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) weist dem Arzt sein Regelleistungsvolumen spätestens vier Wochen vor Quartalsbeginn mit.