Die apoBank veröffentlicht jedes Jahr

Existenzgründung Hausärzte

2016 haben sich wieder mehr Hausärzte auf dem Land niedergelassen als in den Vorjahren – das ist das Ergebnis der Existenzgründungsanalyse Hausärzte der Apotheker- und Ärztebank (apoBank) und des Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (Zi). Während Praxisgründungen in ländlichen Regionen und Kleinstädten mit bis zu 20.000 Einwohnern zugenommen haben, sind sie in größeren Städten im gleichen Maße gesunken.

Einzelpraxis vor kooperativen Praxisformen

Die Niederlassung in einer Einzelpraxis bleibt auch weiterhin die häufigste Art sich niederzulassen (59 Prozent der Praxisgründungen). Die Übernahme einer Einzelpraxis von einem Vorgänger dominiert dabei deutlich vor Praxisneugründungen.

Die Übernahme einer Einzelpraxis kostete den neuen Praixsinhaber 2016 im Schnitt 134.000 Euro, davon sind 90.000 Euro der sogenannte Übernahmepreis. Er spiegelt sowohl den ideellen Werte der Praxis wider, wie den Patientenstamm oder die Praxislage, sowie materielle Werte wie Einrichtungsgegenstände oder die medizinisch-technische Ausstattung. Obendrauf kommen 43.000 Euro für weitere Investitionen wie Modernisierung, Umbau oder neue technische Geräte. Für die Übernahme einer Einzelpraxis in der Großstadt wurden mit durchschnittlich 100.000 Euro Übernahmepreis die höchsten Summen gezahlt.

Die Neugründung einer Einzelpraxis schlägt 2016 mit durchschnittlich 104.300 Euro zu Buche. Allerdings wählen nur 5 Prozent der Existenzgründer diese Niederlassungsart.

Kooperationsanteil bleibt stabil

Rund 41 Prozent der hausärztlichen Existenzgründer entschieden sich wie schon in 2015 für kooperative Praxisformen. Die für den neuen Arzt günstigste Existenzgründungsform war hier der Kauf und die Überführung einer Einzelpraxis in eine Berufsausübungsgemeinschaft (durchschnittlich 105.000 Euro Investitionskosten). Am teuersten war die Übernahme einer BAG zusammen mit anderen Partnern (rund 129.000 Euro), dicht gefolgt vom Eintritt in eine BAG.