Jessica (29)

hat Kommunikationswissenschaft in Stuttgart studiert. Sie arbeitet seit 2014 bei der Perspektive Hausarzt Baden-Württemberg und ist für die vielen Texte auf unserer Website und unseren Social Media-Kanälen verantwortlich. Sie hat den Überblick über alle Projekte und ist erster Ansprechpartner für alle Pressefragen.

Von Kammerkunst und Wählergunst

Landesärztekammer Baden-Württemberg Vom 15. bis 30. November ist es bei uns in Baden-Württemberg wieder soweit: Alle Ärzte im Ländle wählen, welche Kolleginnen und Kollegen ihre Interessen in den nächsten vier Jahren in der Landesärztekammer vertreten sollen. Viele von uns kennen die Ärztekammer aber nur, weil sie jedes Jahr Mitgliedsbeiträge von unseren Konten abbucht. Dabei kann das "Gremium der ärztlichen Selbstverwaltung" in Wirklichkeit viel mehr. Wer die Ärztekammer überhaupt ist Ärztekammern gibt es auf Bundes- und auf Landesebene. Jeder approbierte Arzt ist Pflichtmitglied in der Ärztekammer, in deren Gebiet er oder sie arbeitet. Alle Mitglieder bezahlen einen Mitgliedsbeitrag, um die Kosten der Kammer zu decken. Er ist abhängig von den Einkünften aus eurer ärztlichen Tätigkeit. Ärztekammern werden auch als Gremien der ärztlichen Selbstverwaltung bezeichnet, weil dort Ärzte aller Fachrichtungen sitzen und gemeinsam ihre "beruflichen Angelegenheiten" regeln, anstatt sie von anderen Nicht-Medizinern (etwa einer Behörde) regeln zu lassen. Zu den beruflichen Angelegenheiten zählen zum Beispiel die Gestaltung der Weiterbildungsordnungen oder die Organisation der ärztlichen Fortbildungen. Außerdem erlassen die Ärztekammern Regeln für die Berufsausübung, die dann in der Berufsordnung stehen, und sorgen dafür, dass sich alle Ärzte auch daran halten. Beschwert sich ein Patient oder ein Kollege über das Verhalten eines Arztes, leitet die Ärztekammer ein berufsgerichtliches Ermittlungsverfahren ein und die Kammeranwälte gehen der Beschwerde nach. So wird gewählt Die Landesärztekammer in Baden-Württemberg ist unterteilt in vier Bezirksärztekammern und 47 Ärzteschaften. Im November wählt ihr als Ärztin oder Arzt über eure Bezirks- und Kreisliste, welche Kandidaten euch in den nächsten Jahren in eurer Bezirksärztekammer vertreten sollen. Dafür habt ihr eine bestimmte Anzahl an Stimmen zur Verfügung, je nach Größe eures Wahlbezirks. Dann ist die Arbeit erst mal getan, es sei denn, ihr seid als neuer Vertreter in die Bezirksärztekammer gewählt. Die Bezirksärztekammern entscheiden nämlich darüber, wer in der Landesärztekammer sitzen soll. Die Vertreter in der Landesärztekammer stimmen darüber ab, welche Delegierte sie zum Deutschen Ärztetag schicken – dem sogenannten "Parlament" der Ärzteschaft. Eine Wahl über Listen Genau wie bei anderen Wahlen gibt es auch bei der Kammerwahl verschiedene Wahllisten, aber nicht von politischen Parteien, sondern von Ärzteverbänden oder -organisationen. Ihr Ziel ist es, dass so viele ihrer Kandidaten wie möglich in die Bezirksärztekammern gewählt werden. Denn: Wer viele Sitze und damit eine starke Stimme hat, kann Entscheidungen zu seinen Gunsten beeinflussen. Die Kandidatinnen und Kandidaten der "Hausarztliste" vertreten zum Beispiel die Interessen der niedergelassenen Allgemeinmediziner und hausärztlichen Internisten. Sie möchten in den nächsten vier Jahren die Position der Hausärztinnen und Hausärzte in der Landesärztekammer stärken und sich ganz besonders für den hausärztlichen Nachwuchs einsetzen. Neben einer qualitativ hochwertigen Aus- und Weiterbildung stehen attraktive Arbeitsmodelle auf ihrer Agenda.
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LAND ARZT LEBEN LIEBEN Lörrach

Aussicht vom Hohe Flum bei Schopfheim im Landkreis Lörrach Perfektes Wetter, perfekte Aussicht(en): Vom 12. bis 14. Oktober waren wir und LAND ARZT LEBEN LIEBEN zusammen mit zwei Ärztinnen in Weiterbildung und sieben Medizinstudierenden zum inzwischen zweiten Mal im "Ländle" on tour. Dieses Mal hat uns die Reise bei spätsommerlichen Temperaturen ganz in den Süden von Baden-Württemberg in den Landkreis Lörrach geführt. Ganz schön international Der Landkreis Lörrach liegt im sogenannten "Drei-Länder-Eck" direkt an der Grenze zu Frankreich und der Schweiz. Wer samstags in Weil am Rhein in den Supermarkt geht, muss sich auf lange Warteschlangen an den Kassen einstellen. Am Wochenende locken die vergleichsweise billigen Lebensmittelpreise unsere Schweizer Nachbarn zum Großeinkauf über die Grenze. Wer zum Käsefondue also dringend noch Baguette braucht, macht am besten einfach einen kurzen Abstecher zum Bäcker nach Frankreich. Für den passenden Wein braucht man das Land nicht zu verlassen: Im Markgräfler Land wachsen an den südlichen Hängen die besten Tropfen. Auch Schoko-Fans kommen übrigens voll auf ihre Kosten: Im Milka-Werk in Lörrach werden täglich mehrere Tonnen lila Schokolade produziert. Mit dem Land Rover zum Hausbesuch Der nordöstliche Teil des Landkreises Lörrach gehört zum Hochschwarzwald. Das Highlight der Region: der drei Kilometer lange "Hasenhorncoaster" in Todtnau. Martin und Thomas Honeck haben Deutschlands wohl spektakulärste Sommerrodelbahn von ihren Praxisräumen aus ziemlich gut im Blick. Am Freitagnachmittag haben uns die beiden Hausärzte exklusive Einblick in den Arbeitsalltag in einem großen Gesundheitszentrum gewährt. Vor der Haustür wartet der schneeweiße Land Rover: Im Schwarzwald muss man zum Hausbesuch nämlich schon mal über Stock und Stein. Rundum optimiert Mario Steffens braucht in der multikulturellen 30-Einwohner-Stadt Weil am Rhein keinen Offroader. In seiner modern eingerichteten Hausarztpraxis mit ausgeklügelter Prozessstruktur betreut er die unterschiedlichsten Patienten – entweder alleine oder zusammen mit einer Kollegin oder einem Kollegen in Weiterbildung. Eine ausgewogene Work-Life-Balance und die Trennung von Privatleben und Beruf stehen bei dem überzeugten Freiburger ganz weit oben auf der Prioritätenliste. Deshalb hat er sich bewusst für die 130 Kilometer Arbeitsweg am Tag entschieden. Auf der Heimfahrt bekommt er garantiert immer den Kopf frei und läuft auch nicht mehr Gefahr, dass übereifrige Patienten im Supermarkt für eine spontane Untersuchung plötzlich blank ziehen. Mehr als Medizin Als Praxisinhaber ist man nicht mehr "nur" Arzt, sondern gleichzeitig auch für ein kleines Wirtschaftsunternehmen verantwortlich. HZV-Expertin Christine Wollmetshäuser von der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft AG (HÄVG) des Hausärzteverbands Baden-Württemberg hat im Rathaus in Weil am Rhein in 90 Minuten charmant unter Beweis gestellt, warum die Patientenabrechnung in der Hausarztentrierten Versorgung nicht nur wesentlich einfacher ist, sondern in der Regel auch etwas mehr Geld in die Praxiskasse spült – Tipps und Tricks rund um Praxismodelle und Praxismanagement inklusive. Mit 4 PS auf 536 Meter Nach der Arbeit kommt das Vergnügen. Die Hohe Flum bei Schopfheim ist der höchste Berg im Gebirgszug Dinkelberg. Ganz oben steht ein weißer Aussichtsturm, 62 Stufen führen auf die kleine Aussichtsplattform. Von dort aus kann man bei gutem Wetter bis zu den südlichen Vogesen und den Schweizer Alpen sehen. Klingt vielversprechend, ist es auch: Mit 16 Segways haben wir uns am Sonntag auf den Weg gemacht und wurden mit bestem Wetter belohnt. Ein bisschen Übung braucht es auf Zweirädern schon. Am Ende waren sich aber alle einig: Was aus der Ferne vielleicht etwas komisch aussieht, macht beim Fahren jede Menge gute Laune!
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Patientenversorgung – wer machts?

Programmheft des Hausärztetags 2018 in Stuttgart Die neue Bundesregierung ist im Amt. "Wir schaffen eine flächendeckend gute Gesundheitsversorgung", heißt es im Koalitionsvertrag. Auf dem 16. baden-württembergischen Hausärztetag in Stuttgart am 16. und 17. März 2018 hat die Delegiertenversammlung des Hausärzteverbands Baden-Württemberg die Parteien in ihrem Leitantrag aufgefordert, sich ganz klar zur Förderung und Verbesserung der hausärztlichen Versorgung der Bevölkerung zu bekennen.
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Hausärztetag 2018

Fortbildungsveranstaltung auf dem Hausärztetag Baden-Württemberg Am 16. und 17. März ist es wieder soweit: In Stuttgart geht der baden-württembergische Hausärztetag in die 16. Runde! In diesem Jahr ist zum ersten Mal der "Werkzeugkasten Niederlassung" mit zwei Modulen mit von der Partie – eine Seminarreihe, die aus insgesamt 13 verschiedenen Modulen rund um die Niederlassung als Hausarzt besteht. Sie richtet sich an junge Allgemeinmediziner und Ärzte in Weiterbildung, die mit dem Gedanken spielen, sich niederzulassen oder gerade frisch niedergelassen haben. Organisiert wird der Werkzeugkasten von den jungen Hausärztinnen und Hausärzten aus dem "Forum Weiterbildung" des Deutschen Hausärzteverbands e.V.
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PJmobil on the road

Medizinstudentin im PKmobil Wer sein PJ-Wahltertial in der Allgemeinmedizin absolvieren möchte, für den ist der Weg in die Landarztpraxis eine gute Entscheidung. Nirgendwo sonst bekommt man besser einen Eindruck von der Arbeit als Hausarzt: Das Patientenspektrum und die medizinischen Beratungsanlässe sind in kleineren Gemeinden und Städten oft vielfältiger als in der Großstadt. Die meisten Landarztpraxen sind aber von den Universitätsstandorten aus nur schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Damit eurer PJ Allgemeinmedizin nicht an finanziellen Hürden oder dem zeitlichen Aufwand scheitert, hat sich die Stiftung Perspektive Hausarzt etwas einfallen lassen. Seit Februar macht das erste "PJmobil" die Straßen unsicher!
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Ärztliche Ausbildung und Versorgung

Im Januar stehen in Stuttgart die ärztliche Ausbildung und Versorgung auf dem Prüfstand. Eins steht fest: In Sachen Ärztliche Ausbildung und Versorgung gibt es einiges, was in den nächsten Jahren bessern werden kann! Das finden auch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Minister Manfred Lucha und Ministerin Theresia Bauer laden deshalb alle jungen Ärzte und Experten aus dem Gesundheitswesen am 24. Januar 2018 ab 14:00 Uhr nach Stuttgart ein, um gemeinsam auf der Fachveranstaltung "Perspektiven der ärztlichen Ausbildung und Versorgung" mit uns zu diskutieren. Programm In den Einführungsvorträgen bringen uns die beiden Minister auf den neusten Stand in Sachen medizinische Ausbildung und Versorgung. Im "gallery walk" ab 14:50 Uhr habt ihr dann die Möglichkeit, euch über Bewährtes und vor allem Neues aus den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Krankenversorgung und Forschung auf dem Laufenden zu halten. Wir sind natürlich auch mit von der Partie und zeigen, was wir und der Hausärzteverband Baden-Württemberg tun, um den Ärztenachwuchs beim Einstieg in die Allgemeinmedizin, den Hausarztberuf und die Niederlassung so gut wie möglich zu Seite zu stehen. Ab 16:00 Uhr diskutiert unser zweiter Vorsitzender Dr. Frank-Dieter Braun gemeinsam mit Manfred Lucha, Theresia Bauer, Jana Jörger (Direktorin Institut medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen), Alina Reeg (Bundeskoordinatorin Medizinische Ausbildung bvmd) und Professor Szecsenyi (Ärztlicher Direktor Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung Uni Heidelberg) kontroverse Themen. Jetzt anmelden Ihr habt Lust am 24. Januar in Stuttgart mit von der Partie zu sein, jungen Ärztinnen und Ärzte eine Stimme zu verleihen und uns persönlich zu treffen? Dann meldet euch bis zum 12. Januar per Mail an das Team der Veranstaltungsorganisation an – die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
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Existenzgründung Hausärzte

Die apoBank veröffentlicht jedes Jahr 2016 haben sich wieder mehr Hausärzte auf dem Land niedergelassen als in den Vorjahren – das ist das Ergebnis der Existenzgründungsanalyse Hausärzte der Apotheker- und Ärztebank (apoBank) und des Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (Zi). Während Praxisgründungen in ländlichen Regionen und Kleinstädten mit bis zu 20.000 Einwohnern zugenommen haben, sind sie in größeren Städten im gleichen Maße gesunken. Einzelpraxis vor kooperativen Praxisformen Die Niederlassung in einer Einzelpraxis bleibt auch weiterhin die häufigste Art sich niederzulassen (59 Prozent der Praxisgründungen). Die Übernahme einer Einzelpraxis von einem Vorgänger dominiert dabei deutlich vor Praxisneugründungen. Die Übernahme einer Einzelpraxis kostete den neuen Praixsinhaber 2016 im Schnitt 134.000 Euro, davon sind 90.000 Euro der sogenannte Übernahmepreis. Er spiegelt sowohl den ideellen Werte der Praxis wider, wie den Patientenstamm oder die Praxislage, sowie materielle Werte wie Einrichtungsgegenstände oder die medizinisch-technische Ausstattung. Obendrauf kommen 43.000 Euro für weitere Investitionen wie Modernisierung, Umbau oder neue technische Geräte. Für die Übernahme einer Einzelpraxis in der Großstadt wurden mit durchschnittlich 100.000 Euro Übernahmepreis die höchsten Summen gezahlt. Die Neugründung einer Einzelpraxis schlägt 2016 mit durchschnittlich 104.300 Euro zu Buche. Allerdings wählen nur 5 Prozent der Existenzgründer diese Niederlassungsart. Kooperationsanteil bleibt stabil Rund 41 Prozent der hausärztlichen Existenzgründer entschieden sich wie schon in 2015 für kooperative Praxisformen. Die für den neuen Arzt günstigste Existenzgründungsform war hier der Kauf und die Überführung einer Einzelpraxis in eine Berufsausübungsgemeinschaft (durchschnittlich 105.000 Euro Investitionskosten). Am teuersten war die Übernahme einer BAG zusammen mit anderen Partnern (rund 129.000 Euro), dicht gefolgt vom Eintritt in eine BAG.
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KWBW Verbundweiterbildung

Verbund der KWBW VerbundweiterbildungPlus In Baden-Württemberg gibt es seit Oktober ein neues Weiterbildungsprogramm: die KWBW VerbundweiterbildungPlus. Die bisher aktive "VerbundweiterbildungPlus Baden-Württemberg" aus Heidelberg geht inhaltlich in das neue Konzept über, das ab sofort den Aufbau von Weiterbildungsverbünden in ganz Baden-Württemberg unterstützt. Übergreifende Förderung von Ärzten in Weiterbildung Noch immer entscheiden sich zu wenige junge Ärzte dazu, Hausarzt zu werden. Um diesem Trend entgegen zu wirken und die Weiterbildung zum Facharzt Allgemeinmedizin für den Nachwuchs attraktiver zu machen, haben sich die Krankenhausgesellschaft, die Kassenärztliche Vereinigung und die Landesärztekammer in Baden-Württemberg mit den Lehrbereichen Allgemeinmedizin in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm gemeinsam auf das neue Weiterbildungsprogramm verständig. Damit ist es den Beteiligten gelungen, die vielen verschiedenen existierenden Maßnahmen zur Förderung der Weiterbildung Allgemeinmedizin in einem Konzept zu bündeln. Vorteile des Programms Wer sich als Arzt in Weiterbildung für die KWBW VerbundweiterbildungPlus entscheidet, hat während der Weiterbildung die Möglichkeit an begleitenden Seminaren teilzunehmen und von Mentoren unterstützt und beraten zu werden. Die Weiterbilder bekommen in sogenannten Train-the-Trainer-Kursen neuen Input für die Ausbildung der künftigen Hausärzte. Ärzte in Weiterbildung, die am Programm teilnehmen und Weiterbilder in Klinik und Praxis, die mit der KWBW VerbundweiterbildungPlus kooperieren, stehen zukünftig regionale Ansprechpartner an den vier Universitätsstandorten zur Verfügung. Weiterbilder und Krankenhäuser, die die Bildung eines Weiterbildungsverbundes in ihrer Region planen, werden ab sofort von Experten in den jeweiligen Bezirksärztekammern unterstützt. Finanzierung Die KWBW VerbundweiterbildungPlus wird von kooperierenden Kliniken und Praxen sowie aus Mitteln zur Förderung der Weiterbildung gemäß Paragraph 75a SGB V finanziert. Mit diesen strukturfördernden und vernetzenden Maßnahmen sollen künftig mehr junge Ärztinnen und Ärzte für die Allgemeinmedizin gewonnen werden. So soll die hausärztliche Versorgung, die insbesondere im ländlichen Raum bedroht ist, gesichert werden. Ansprechpartner Dr. Simon Schwill Leitung Administration KWBW Universitätsklinikum Heidelberg Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung 06221-56-38379 simon.schwill@med.uni-heidelberg.de
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Vertrauen hilft heilen

Vertrauen-hilft-heilen Wie wichtig die Beziehung zwischen Arzt und Patienten für den Erfolg einer Therapie ist, stellt die moderne "Beziehungsmedizin" immer wieder eindrucksvoll unter Beweis.  Vom 29. bis 30. September 2017 widmet sich das Universitätsklinikum Heidelberg deshalb zwei Tage lang dem Thema "Bindung im ärztlichen und therapeutischen Alltag".
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LAND ARZT LEBEN LIEBEN Freudenstadt

Im Oktober 2016 war LAND ARZT LEBEN LIEBEN zu Gast im Landkreis Freudenstadt. Im Oktober 2016 feierte LAND ARZT LEBEN LIEBEN sein Debüt im Landkreis Freudenstadt. Sieben Medizinstudierende und zwei Ärzte in Weiterbildung machten sich an einem kalten Freitagnachmittag auf die Reise in den Schwarzwald. Ziemlich schnell wurde ihnen klar: Wer als Allgemeinmediziner in ländlichen Regionen arbeitet, dem stehen sehr viele Türen offen, seine Vorstellungen, Ideen und Träume für Beruf, Karriere, Freizeit und Familie zu verwirklichen. Von A wie Auerhahn bis R wie Rathausturm Hightech und Tannenduft – so lautet das Motto des Landkreis Freudenstadt. In den 16 Städten und Gemeinden leben derzeit rund 119.000 Einwohner verteilt auf 87 Hektar. Auf dem Rathausturm der Kreisstadt demonstrierten Landrat Dr. Klaus Michael Rückert und Bürgermeister Julian Osswald: Landarzt sein ist definitiv nichts für schwache Nerven! Der Landkreis Freudenstadt erfüllt mit seiner starken Wirtschaft, seinem Nationalpark und der Tier- und Pflanzenwelt, seiner verkehrsgünstigen Lage und seiner Infrastruktur alle Voraussetzungen, um ein guter und sicherer Standort für eine Hausarztpraxis zu sein – Lebensqualität inklusive! Innovation trifft Tradition Dass sich nicht nur das Leben, sondern auch das Arbeiten im Schwarzwald für Hausärzte richtig lohnen kann, zeigten die Hausärzte Dr. Dorothee Müller-Müll, Ernst Klumpp und Dr. Claas Wolff. In der Praxisgemeinschaft von Ernst Klumpp und seinen Kollegen in Baiersbronn arbeiten insgesamt sieben Hausärzte in einem modernen Gesundheitszentrum zusammen. Junge Ärzte steigen in der sogenannten "regiopraxis KVBW" für gewöhnlich in Anstellung ein und lernen die Allgemeinmedizin erstmal aus sicherer Perspektive kennen. Später können sie, wenn sie möchten, als Partner die Geschicke in der Praxis mitbestimmen. Dr. Claas Wolff in Loßburg fällt mit seinem Praxismodell dagegen eher unter die Kategorie "klassischer Einzelkämpfer" – aber weit gefehlt! Der charmante Ostfriese nahm kein Blatt vor den Mund und stellte sehr anschaulich unter Beweis: Wenn ich mein eigener Chef bin, stehen mir alle Möglichkeiten offen, meine Arbeit und mein Privat- und Familienleben so zu gestalten, wie ich es für richtig erachte. KV und HZV – was ist das eigentlich genau? Als Hausarzt reicht es nicht, sich nur in der Medizin gut auszukennen! Wer sich mit einer Praxis selbstständig machen möchte, braucht das nötige betriebswirtschaftliche Handwerkszeug. Ordnung in das Chaos von Zulassung und Abrechnung brachten Jan-Ulrich Schuster von der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) und Christine Wollmetshäuser von der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft AG (HÄVG). Die beiden Experten lieferten ersten Input zu den Themen Niederlassung und Hausarztzentrierte Versorgung (HZV). Nervenkitzel mit Suchtpotential Am Sonntag warteten um 10 Uhr die Segway und MountainCarts der SankenbachLODGE in Baiersbronn auf ihren Einsatz! Bei herbstlichen Temperaturen ging es mit Helmen und Handschuhen bewaffnet zwei Stunden lang das Sankenbacktal entlang und mit Lift und MountainCarts den Stöckerkopf rauf und runter.
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