Junge Hausärtzin lacht

VERAH

Was ist eine VERAH?

Durch die stetig wachsende Zahl an älteren Menschen in unserer Gesellschaft und die Zunahme chronischer Krankheiten wachsen auch die Anforderungen an Hausarztpraxen, die immer mehr Patienten immer umfassender betreuen müssen. Aus diesem Grund hat der Deutsche Hausärzteverband das Institut für hausärztliche Fortbildung (IhF) mit der Entwicklung des sogenannten VERAH-Konzepts beauftragt.

VERAH steht für “Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis”. Dabei handelt es sich um speziell ausgebildete medizinische Fachangestellte (MFA), die durch eine Zusatzausbildung delegierbare hausärztliche Tätigkeiten übernehmen können und auch Hausbesuche machen können. Unterstützt werden sie dabei zum Beispiel mit einem VERAH-Mobil. Dank VERAHs wird die Hausarztpraxis als Ort der medizinischen Versorgung gestärkt, die berufliche Zufriedenheit der MFA gesteigert und der Arzt entlastet. Die Kernkompetenzen einer VERAH sind Casemanagement, Präventionsmaßnahmen, Gesundheitsaufklärung, Technik-, Praxis- und Besuchsmanagement sowie Wundversorgung. Seit 2009 sind die ersten VERAHs im Einsatz. Mittlerweile haben mehr als 3600 MFAs die Zusatzqualifikation erworben. Über Fortbildungsmöglichkeiten für MFAs und VERAHs informiert der Hausärzteverband Baden-Württemberg.

In den Verträgen zur Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) nach §73b des Fünften Sozialgesetzbuchs (SGB V) und auch im Kollektivvertrag zwischen Vertragsärzten und den gesetzlichen Krankenkassen sind besondere Vergütung für den Einsatz von VERAHs festgeschrieben.