Aussicht vom Hohe Flum bei Schopfheim im Landkreis Lörrach

LAND ARZT LEBEN LIEBEN Lörrach

Perfektes Wetter, perfekte Aussicht(en): Vom 12. bis 14. Oktober waren wir und LAND ARZT LEBEN LIEBEN zusammen mit zwei Ärztinnen in Weiterbildung und sieben Medizinstudierenden zum inzwischen zweiten Mal im “Ländle” on tour. Dieses Mal hat uns die Reise bei spätsommerlichen Temperaturen ganz in den Süden von Baden-Württemberg in den Landkreis Lörrach geführt.

Ganz schön international

Der Landkreis Lörrach liegt im sogenannten “Drei-Länder-Eck” direkt an der Grenze zu Frankreich und der Schweiz. Wer samstags in Weil am Rhein in den Supermarkt geht, muss sich auf lange Warteschlangen an den Kassen einstellen. Am Wochenende locken die vergleichsweise billigen Lebensmittelpreise unsere Schweizer Nachbarn zum Großeinkauf über die Grenze. Wer zum Käsefondue also dringend noch Baguette braucht, macht am besten einfach einen kurzen Abstecher zum Bäcker nach Frankreich. Für den passenden Wein braucht man das Land nicht zu verlassen: Im Markgräfler Land wachsen an den südlichen Hängen die besten Tropfen. Auch Schoko-Fans kommen übrigens voll auf ihre Kosten: Im Milka-Werk in Lörrach werden täglich mehrere Tonnen lila Schokolade produziert.

Mit dem Land Rover zum Hausbesuch

Der nordöstliche Teil des Landkreises Lörrach gehört zum Hochschwarzwald. Das Highlight der Region: der drei Kilometer lange “Hasenhorncoaster” in Todtnau. Martin und Thomas Honeck haben Deutschlands wohl spektakulärste Sommerrodelbahn von ihren Praxisräumen aus ziemlich gut im Blick. Am Freitagnachmittag haben uns die beiden Hausärzte exklusive Einblick in den Arbeitsalltag in einem großen Gesundheitszentrum gewährt. Vor der Haustür wartet der schneeweiße Land Rover: Im Schwarzwald muss man zum Hausbesuch nämlich schon mal über Stock und Stein.

Rundum optimiert

Mario Steffens braucht in der multikulturellen 30-Einwohner-Stadt Weil am Rhein keinen Offroader. In seiner modern eingerichteten Hausarztpraxis mit ausgeklügelter Prozessstruktur betreut er die unterschiedlichsten Patienten – entweder alleine oder zusammen mit einer Kollegin oder einem Kollegen in Weiterbildung. Eine ausgewogene Work-Life-Balance und die Trennung von Privatleben und Beruf stehen bei dem überzeugten Freiburger ganz weit oben auf der Prioritätenliste. Deshalb hat er sich bewusst für die 130 Kilometer Arbeitsweg am Tag entschieden. Auf der Heimfahrt bekommt er garantiert immer den Kopf frei und läuft auch nicht mehr Gefahr, dass übereifrige Patienten im Supermarkt für eine spontane Untersuchung plötzlich blank ziehen.

Mehr als Medizin

Als Praxisinhaber ist man nicht mehr “nur” Arzt, sondern gleichzeitig auch für ein kleines Wirtschaftsunternehmen verantwortlich. HZV-Expertin Christine Wollmetshäuser von der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft AG (HÄVG) des Hausärzteverbands Baden-Württemberg hat im Rathaus in Weil am Rhein in 90 Minuten charmant unter Beweis gestellt, warum die Patientenabrechnung in der Hausarztentrierten Versorgung nicht nur wesentlich einfacher ist, sondern in der Regel auch etwas mehr Geld in die Praxiskasse spült – Tipps und Tricks rund um Praxismodelle und Praxismanagement inklusive.

Mit 4 PS auf 536 Meter

Nach der Arbeit kommt das Vergnügen. Die Hohe Flum bei Schopfheim ist der höchste Berg im Gebirgszug Dinkelberg. Ganz oben steht ein weißer Aussichtsturm, 62 Stufen führen auf die kleine Aussichtsplattform. Von dort aus kann man bei gutem Wetter bis zu den südlichen Vogesen und den Schweizer Alpen sehen. Klingt vielversprechend, ist es auch: Mit 16 Segways haben wir uns am Sonntag auf den Weg gemacht und wurden mit bestem Wetter belohnt. Ein bisschen Übung braucht es auf Zweirädern schon. Am Ende waren sich aber alle einig: Was aus der Ferne vielleicht etwas komisch aussieht, macht beim Fahren jede Menge gute Laune!