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Tipps für eine gelungene Famulatur – Teil 01

Wer denkt, dass wir Medizinstudenten in den “Semesterferien” nichts zu tun haben, liegt falsch. Die meisten  von uns machen während der vorlesungsfreien Zeit ihre Famulaturen – ein anderer, etwas schönerer Begriff für Praktikum. Damit bei euch auch nichts schief gehen kann, kommt hier Teil 1 meiner ultimativen Tipps für eine rundum gelungene Famulatur! Angaben wie immer ohne Gewähr… ;)

1. Durchhalten

Das fängt meist schon bei der Bewerbung an: In großen Kliniken gibt es oft keinen offiziellen Ansprechpartner, da geht eine E-Mail-Anfrage gerne mal unter. Also: Noch eine E-Mail schreiben oder anrufen oder persönlich vorbei schauen. Hat man endlich die Zusage in der Tasche und beginnt die Famulatur, geht es weiter. Läuft ein Tag mal nicht so gut, dann kein Grund zur Sorge– morgen wird’s schon besser. Klappt die Blutabnahme nicht beim ersten Mal, dann eben nochmal stechen. Immer noch nicht? Dann auf ein Neues! Übung macht schließlich den Meister :). Und wenn sich die Tage scheinbar endlos ziehen: Kopf hoch, da müssen wir alle durch.

2. Kugelschreiber in   greifbarer Nähe

Tipps-fuer-eine-gelungene-Famulatur-Teil-01Ein äußerst wichtiges Utensil im Krankenhaus! Sieht super aus als Accessoire im Mantel oder Kasack. Am besten verschiedene Ausführungen und Farben bereithalten, um alle Eventualitäten abzudecken. Kugelschreiber sind im Krankenhaus oft chronisch Mangelware und werden extrem gern von allen verlegt,verloren, ausgeliehen … Also wachsam sein. Denn wer den Kuli hat, der hat die Macht!

3. Realistisch bleiben

Manchmal muss man Situation richtig einschätzen und seine Erwartungen dann anpassen. Niemand ist perfekt, bei keinem kann alles auf Anhieb klappen. Man sollte keine zu hohen Erwartungen an sich selbst und an Kollegen haben. Die haben nämlich meist viel um die Ohren und können einen nicht die ganze Zeit an die Hand nehmen. Das heißt natürlich nicht, dass sie sich nicht ab und zu Zeit nehmen sollten, etwas zu erklären. Auch in Bezug auf schlimme Patienten-Schicksale hilft es nicht, sich etwas vor zu machen. Man kann leider nicht jedem helfen…

4. Höflichkeit

Tipps-fuer-eine-gelungene-Famulatur-Teil-01Das sollte man eigentlich nicht extra erwähnt müssen, dennoch vergisst man das sehr oft im stressigen Klinikalltag. Sich am ersten Tag bei allen vorstellen (vor allem auch dem anwesenden Pflegepersonal), gehört einfach zum guten Ton. Auch immer schön „danke“ und „bitte“ sagen, ist mehr als angebracht. Viele fühlen sich im weißen Kittel direkt tausendmal wichtiger und behandeln Schwestern, Putzfrauen, Techniker oder Hausmeister von oben herab. Das gehört sich nicht!

5. Gute Schuhe

Man ist viel auf den Beinen und steht oder geht den größten Teil des Tages (außer vielleicht in der Radiologie…). Jeden Tag ohne ordentliches Schuhwerk, lassen einen die Füße am Abend spüren. Das Schritttempo ist im Krankenhaus auch wesentlich höher als an der Uni und beim Zugang legen ist es von Vorteil, wenn einem bei einem nicht ganz so gelungenen Versuch, der Schuh vor Schlimmerem bewahrt. Ach ja liebe Männer – schöne Schuhe peppen die öde Klinikkluft natürlich auch optisch auf :).

6. Kopf einschalten

Tipps-fuer-eine-gelungene-Famulatur-Teil-01In vielerlei Hinsicht wichtig. Glaubt nicht alles, was man euch erzählt. Hinterfragt alles und zwar wirklich ALLES. Selbst der Chefarzt kann sich mal vertun und etwas Falsches erzählen. Denkt mit – die meisten werden euch loben, wenn ihr eine Aussage nochmal hinterfragt. Wenn ihr etwas nicht versteht, fragt nach oder schlagt es zu Hause nach. Nutzt die Zeit, denn die Praxis ist nicht die Theorie.

In diesem Sinne: Fortsetzung folgt…