Uni-Innsbruck-zum-Glueck-bleibe-ich-zwei-Semester-Titelbild

Uni Innsbruck: Zum Glück bleibe ich zwei Semester….

Die Zeit vergeht wie im Fluge… damals in Kindertagen als Oma diesen Spruch verlauten ließ, wenn mir wieder mal einer meiner  Milchzähne abhanden gekommen war und ich sehnsüchtig auf den Zuwachs des festen Erwachsenengebisses lauerte, schaute ich sie immer ganz genervt an. Ich wollte doch groß und stark werden. Heute allerdings denke ich selbst in diesen Dimensionen.
Wie schnell sie doch vergeht, diese Zeit. Bereits ein ganzes Semester Innsbruck, viele erfolgreiche Prüfungen und Praktika, Sport bis ans absolute Limit und jede Menge erfüllte Tage liegen hinter mir. Ich habe mich in meiner ERASMUS-Stadt einfach unglaublich schnell sehr gut eingelebt.

Mein Uni-Alltag sieht eigentlich im schönen Tirol nicht wirklich anders aus als in Deutschland. Vormittags Praktika und Seminare, nachmittags Vorlesungen. Morgens starte ich allerdings, zumindest wenn die Nordkette und der Patscherkofl, unsere beiden Hausberggebiete, in Sonne gehüllt sind, mit einer großen Portion mehr Energie in den Tag. Innsbruck ist außerdem eine sehr junge Stadt. Mit rund 23.000 Studenten hat sie irgendwie immer etwas zu bieten. Mich allerdings hat vom ersten Tag an das Zusammentreffen mit Gleichgesinnten fasziniert. Kaum war ich angekommen, hatte ich auch schon Kommilitonen gefunden, denen Sport mindestens genauso wichtig ist wie mir.

Uni-Innsbruck-zum-Glueck-bleibe-ich-zwei-Semester-TitelbildSelbst in der Prüfungszeit kam das in diesem Jahr hier niemals zu kurz – tagsüber wurde gebüffelt, abends ging es raus ins Leutaschtal zum Nachtskitour gehen und den Abend bei sternenklarem Himmel bei einem Tee an der Hütte ausklingen lassen. Aber natürlich lebe ich nicht nur die pure Freizeit in der Hauptstadt der Alpen. Auch an der Uni konnte ich viel schaffen.

Was hier ganz neu für mich war, dass ich mir erstmalig meinen Stundenplan selbst zusammenbauen musste. In Dresden, meiner Heimat-Uni, ist es wie in der Schule. Neues Semester, neuer Plan, mit Räumen, Zeiten und Lehrkraft. Allerdings lernt man sein eigenes Oranisationstalent zu verbessern und die Uniklinik noch besser kennen, weil so oft, wie ich schon umeinander geirrt bin, kenne ich sicher jeden Flur der TILAK (Tiroler Landeskliniken). Im neuen Semester stehen dann noch einige Praktika wie in Neurologie, Kinderheilkunde, HNO- und Augenheilkunde auf dem Plan. Auch noch die Klausuren dazu müssen bewältigt werden. Ganz besonders freue ich mich auf AMPOL, Allgemeinmedizin-problemorientiertes Lernen. Hier werden wir im Semester jeweils einmal pro Woche 3-4 Fallvignetten besprechen und immer ein Quiz für Zuhause bearbeiten.

Ich freue mich, dass ich noch ein zweites Semester in dieser wunderschönen Stadt verbringen darf und hoffe auf einen schönen Sommer mit viel Gipfelglücksmomenten. Aber nun geht es erst einmal in Richtung Ferien und auf mich wartet eine hoffentlich sehr spannende Zeit im rechtsmedizinischen Institut der LMU München…