Junge Hausärztin und junger Hausarzt im Meeting

Wir haben ein Imageproblem

Wir-haben-ein-ImageproblemHausärzte verzweifelt gesucht: In einer Sonderbeilage des Tagesspiegel vom 19. November 2014 spricht der Vorsitzende des Hausärzteverbands Baden-Württemberg, Dr. Berthold Dietsche, über den Hausärztemangel und die massiven Nachwuchsprobleme im Bereich Allgemeinmedizin. Trotzdem blickt er optimistisch in die Zukunft und ist überzeugt:  Wenn sich die Rahmenbedingungen verbessern, dann werden sich auch wieder mehr junge Mediziner für den Hausarztberuf interessieren. Ein erster Ansatz ist die Hausarztzentrierte Versorgung (kurz: HzV). Die Bezahlung der Allgemeinärzte erfolgt dabei in festen Eurobeträgen und liegt etwa 50 Prozent über dem, was in der Regelversorgung ausbezahlt wird. Außerdem wird die Bürokratie durch die HzV deutlich reduziert. Baden-Württemberg ist in diesem Bereich Vorreiter, die anderen Bundesländer werden auch bald nachziehen.

Aber dennoch weiß Dr. Dietsche: Nur mit besseren Arbeitsbedingungen ist es nicht getan – das Hausarzt-Image muss verbessert werden. Hausärzte genießen in der Bevölkerung zwar nach wie vor ein sehr hohes Ansehen, bei der Berufswahl sieht es dann aber oft anders aus.